16.03.2026
Klimaschutz-Aktionstag am Chiemgau-Gymnasium
Am Freitag, 13. März, fand am Chiemgau-Gymnasium die Auftaktveranstaltung zur Bewerbung für das Programm „Klimaschule Bayern“ statt. Bereits am Morgen zeigte sich, dass jede und jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, etwa durch die Entscheidung, wie der tägliche Schulweg zurückgelegt wird. So demonstrierten viele Schülerinnen und Schüler ihre Bereitschaft zum Klimaschutz dadurch, dass sie sich an einer schulinternen „Autofrei-Challenge“ beteiligten. Ziel der Aktion war es, ohne „Elterntaxis“ und ohne eigenes Kraftfahrzeug zur Schule zu kommen. Die 15 Klassen, die die „Challenge“ meisterten, konnten sich einen Kuchengutschein verdienen.
Melanie Kreisel, die Leiterin des Arbeitskreises Klimaschule, der den Aktionstag mit großer Unterstützung der Umwelt-AG und des Elternbeirats geplant hatte, informierte die Klassen- und Jahrgangsstufensprecher in ihrem Einführungsvortrag über die Zielsetzung der Bewerbung als Klimaschule. Das Chiemgau-Gymnasium möchte damit Nachhaltigkeit und Klimaschutz verstärkt im Schulleben verankern und die schulischen CO2-Emissionen senken. Schulleiter Markus Gnad betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die Schülerinnen und Schüler aus dieser Auftaktveranstaltung mit dem Bewusstsein hinausgehen sollten, „dass nicht die Auszeichnung als Klimaschule das Ziel ist, sondern dass der Titel „Klimaschule“ ein sichtbares Zeichen für eine Schulgemeinschaft ist, die verstanden hat, dass ihre Verantwortung weit über das Hier und Jetzt hinausreicht.“
Der Auftaktveranstaltung wurde von einem aufwendig geplanten,
jahrgangsspezifischen Programm begleitet. Einige Klassen gestalteten
beispielsweise Plakate zur Nachhaltigkeit in den Alpen oder produzierten
Videoclips zum Klimawandel, in denen die Jugendlichen zeigten, was sie an
diesem Thema besonders bewegt. Der Elternbeirat organisierte für die 7. Klassen
ein waldpädagogisches Programm unter der Leitung von Andreas Beyerlein, einem
Mitarbeiter des Traunsteiner Stadtforstes. Dabei lernten die Schülerinnen und
Schüler spielerisch, weshalb eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder
notwendig ist und welch wichtige Rolle der Waldboden bei Regen spielt.
Eine besonders engagierte 8. Klasse stellte an diesem Tag ihr Projekt
„Balkonkraftwerk“ vor. Im Ethikunterricht bei Frau Bienert hatten sich die
Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt, wie und ob ein solches
Balkonkraftwerk am Chiemgau-Gymnasium installiert werden könnte. Neben der
bestehenden Photovoltaikanlage auf dem Dach sollte es nicht nur zusätzlichen
Sonnenstrom liefern, sondern auch laufend Daten und Anschauungsmaterial für den
Unterricht bereitstellen. Diese könnten beispielsweise über eine App in
verschiedene Fächer integriert werden. Die Schulleitung und auch das
Landratsamt sprachen der Klasse ihre Unterstützung zu, sodass die Planungen für
die Anlage bereits laufen.
Die 11. Klassen konnten aus mehreren Programmpunkten wählen. So unternahmen sie Kurzexkursionen zum Hackschnitzelwerk in der Brunnwiese, zum Wasserkraftwerk neben der Schule oder zur Kläranlage. Dort informierte Fachpersonal der Stadt und der Stadtwerke die Jugendlichen und nahm sich Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Möglichkeit war der Besuch eines Vortrags zum Thema „Passivhausbau und Schwammstadt am Beispiel der Stadt Traunstein“. Die Referentin Frau Babl traf dabei auf aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer. Die zahlreichen Nachfragen zeigten, dass das Interesse der jungen Menschen am Klimaschutz groß ist und am Chiemgau-Gymnasium auch künftig gefördert werden soll. Denn „Bildung macht eine positive Haltung zum Klimaschutz erst möglich“, meint Melanie Kreisel. Sie und ihr Arbeitskreis blicken positiv auf einen gelungenen Aktionstag zurück.