Do, 11.12.2025
Do, 11.12.2025
Fr, 23.01.2026
Do, 29.01.2026
Mi, 11.02.2026
15.11.2025
Umwelt-AG schafft Blühwiese für Bienen
Am Mittwochnachmittag verwandelte die Umwelt-AG des Chiemgau-Gymnasiums (ChG) eine unscheinbare Rasenfläche in einen wertvollen Lebensraum für Insekten. Unter der Anleitung von Markus Breier vom Landratsamt Traunstein legte die Umwelt-AG mit zahlreicher Beteiligung und großer Vorfreude eine bienenfreundliche Blumenwiese an – ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt direkt auf dem Schulgelände.
Zu Beginn der Aktion erklärte Herr Breier, wie entscheidend solche Blühflächen für den Erhalt zahlreicher Tierarten sind. Gemeinsam bestimmten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Pflanzenarten und lernten, welche Bedingungen sie für optimales Wachstum benötigen. Nach dem kleinen „Pflanzen-Crashkurs“ griff die Gruppe mit Tatendrang zu den Rechen, lockerte den Boden und säte anschließend über 50 verschiedene Blühpflanzen aus. Mit sichtbarer Begeisterung wurden die Samen schließlich gemeinsam Reihe für Reihe festgetreten, damit sie guten Halt im Boden finden. Nun bleiben sie den Winter über in der Erde, wo sie genügend Feuchtigkeit aufnehmen können. Einige der Arten werden die Schülerinnen und Schüler des ChG bereits im kommenden Frühjahr blühen sehen, andere, sogenannte Kaltkeimer, benötigen die Winterkälte und ein oder mehrere Jahre, um zu keimen. Deshalb fand die Aussaat bewusst noch vor dem Winter statt.
Neben der Blumenwiese, die künftig zahlreichen Bienen und anderen Bestäubern Nahrung und einen Lebensraum bieten soll, stand auch das Thema Insektenhotel auf dem Programm. Passend dazu erfuhren die Jugendlichen, wie wichtig solche Rückzugsorte für viele nützliche Insekten gerade im Winter sind. Gemeinsam wurde besprochen, woran man erkennt, ob ein Insekt oder Käfer bereits eingezogen ist, wann das Material ausgetauscht werden sollte und welche Füllungen sich am besten eignen. Dabei überraschte so manche Erkenntnis: Zapfen sind zwar dekorativ und bieten für Käfer Unterschlupf, sind aber weniger für die meisten Bienenarten geeignet, während Schilf ideale Bedingungen für z.B. Wildbienen bietet.
Somit ist eine weitere Idee für eine neue Aktion geschaffen und der Erhalt der Artenvielfalt geht in die nächste Runde. Die Leiterin der Umwelt-AG, Frau Huber, ist stolz auf ihre Gruppe: „In wenigen Monaten wird es rund um das Schulgelände bunt blühen und wir haben dazu beigetragen – ein sichtbares Zeichen für aktiven Umweltschutz. Das freut mich besonders.“ Eins liegt den Mitgliedern der Umwelt-AG besonders am Herzen: „Wir hoffen, dass auch andere sich inspirieren lassen und in ihren Gärten oder auf Balkonen kleine bienenfreundliche Zonen schaffen“.
Ein kleiner Schritt für die Schule – ein großer für die Artenvielfalt.
Text: Zoe Schönbuchner in Zusammenarbeit mit Ines Huber