Basketball

Südbayerische Meisterschaft 2016

ChG-Basketball-Team glänzt gegen den Bayerischen Meister aus München

Zusammenarbeit mit den Basketballern des TV Traunstein trägt Früchte

Mit Siegen in Wasserburg sowie in Ingolstadt hatten die ChG-Basketballer auch 2016 wieder die Südbayerischen Meisterschaften des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ an die Traun geholt. Neben dem Bayerischen Meister aus München erwartete man den Nachwuchs aus der Basketball-Hochburg Neu-Ulm sowie den niederbayerischen Titelträger aus Landshut.
 
Gleich im Eröffnungsspiel kam es wie 2015 zum Duell mit dem Nymphenburger Gymnasium, das als Kooperationspartner des FC Bayern München und des TS Jahn München mit vier Jugend-Bundesligaspielern antrat und als bayerischer Titelträger des Vorjahres klarer Turnierfavorit war. Doch die jungen Traunsteiner Basketballer wollten es ihnen nicht so leicht wie im Vorjahr machen (31 zu 62), waren sie doch inzwischen unter ihren Trainern Valentin Rausch, Felix Gmeindl (U16) und Manfred Kösterke (U18) im Trikot des TV Traunstein immerhin in die Bezirksliga aufgestiegen und dort sogar Spitzenreiter. Und die Videoanalyse der letztjährigen Niederlage sowie mehrmaliges Sondertraining in den Ferien zeigten Wirkung: Unter der Anfeuerung zahlreicher Mitschüler und Eltern entwickelte sich von Anfang an ein hochklassiges Basketballspiel auf Augenhöhe und es gelang den Münchnern kaum, wie im Vorjahr, nach Steals zu leichten Fast-Break-Erfolgen zu kommen. Spielmacher Lukas Schwankner erwehrte sich geschickt der Pressing-Versuche seines Sonderbewachers, Niklas Joerger und Leslie van Dyck setzten ihrerseits die Führungsspieler der Münchener unter Druck, die ChG-Center Benedikt Riedel und Christoph Wurbs hielten unter den Körben körperlich dagegen und die Power-Forwards Florian Pavic und Jens Stepputat versuchten mit gekonnten Moves am Korb zu punkten. Die intensive Defense der Traunsteiner zwang die Münchener zu Distanzwürfen – eigentlich ein gutes Zeichen, hätten nicht vier Münchener in kurzer Folge nacheinander bis zur 6. Spielminute je einen Dreier versenkt und dadurch auf 20 zu 12 erhöht! In dieser kritischen Phase sorgten Jens Stepputat mit zwei sicheren Halbdistanzwürfen, Leslie v. Dyck und Lukas Schwankner mit je zwei Treffern von der Freiwurflinie und Niklas Joerger mit erfolgreichen Durchbrüchen zum Korb dafür, dass der Rückstand zur Pause im einstelligen Bereich blieb (22 zu 29). Die Turnhalle wurde zum Hexenkessel, als in der 12. Spielminute Benedikt Riedel und Florian Pavic zur Freude der Betreuer Reinhold Gruber und Valentin Rausch den Rückstand auf drei Punkte reduzierten und das Momentum auf die Traunsteiner Seite zu kippen schien. Jetzt hielten die Hauptstädter mit ihren besten Spielern Guard Alvaro Gonzales und Center Michael Obländer – beides Bundesliga-Spieler mit zweistelliger Scorer-Statistik – voll dagegen, während bei den ChG-Jungs in der entscheidenden Phase die Wurfquote sank – sicherlich auch eine Folge der kräftezehrenden Energieleistung davor. Auch half den Isarstädtern jetzt die Routine aus zahlreichen Bundesliga-Spielen, sich viele hart umkämpfte Bälle mit regelgerechtem Körpereinsatz zu sichern, während die langen Kerls aus Traunstein mit ihrer Foulbelastung zu kämpfen hatten. Die Münchner Betreuer atmeten beim Abpfiff jedenfalls tief durch, denn es hatte nicht allzu viel gefehlt zur großen Sensation für die Bezirksliga-Spitzenreiter des TV Traunstein (Endstand 38 zu 47).
 
Ihre anschließenden Spiele gegen Landshut (63 zu 28) und Neu-Ulm (61 zu 17) dominierten die Münchener souverän, während den ChG-Basketballern nach ihrem zum Greifen nahen, aber doch nicht erfüllten Traum trotz der Mitwirkung von Tobias Steiner und Jakob Günther nun die Energie zu weiteren Großtaten fehlte: Eine unnötige 33 zu 36 Niederlage gegen Landshut und ein 34 zu 44 gegen Neu-Ulm, deren 2.08m großer Bundesligacenter mit vier Dreiern (!) und drei Dunkings glänzte, platzierte die Gastgeber am Ende nur auf den undankbaren vierten Platz. Es blieb aber die Genugtuung, dem amtierenden und wohl kommenden bayerischen Meister ein großes Spiel geliefert zu haben. Auf ein Neues... 2017!

ChG-Basketballer bei der Südbayerischen Meisterschaft am Traunsteiner Chiemgau-Gymnasium (von links)  vorne: Florian Pavic 19 Jakob Günther 12 Lukas Schwankner  16 Tobias Steiner  14  hinten: Jens Stepputat Christoph Wurbs Benedikt Riedel 22 Niklas Joerger 18 Leslie van Dyck 17
ChG-Basketballer bei der Südbayerischen Meisterschaft am Traunsteiner Chiemgau-Gymnasium (von links)
vorne:
Florian Pavic 19
Jakob Günther 12
Lukas Schwankner 16
Tobias Steiner 14
hinten:
Jens Stepputat
Christoph Wurbs
Benedikt Riedel 22
Niklas Joerger 18
Leslie van Dyck 17

Bezirksfinale Ingolstadt

ChG-Basketballer überraschen die Favoriten beim Bezirksfinale in Ingolstadt

Eigentlich hätten sie ja gewarnt sein müssen - die Favoriten aus Freising und Ingolstadt, die sich zusammen mit den Gymnasien aus Dießen, Erding, Geretsried und dem Chiemgau-Gymnasium Traunstein für das diesjährige Bezirksfinale II in Ingolstadt qualifiziert hatten. Denn schon letztes Jahr hatten Leslie v. Dyck, Jakob Günter, Niklas Joerger, Lukas Schwankner, Tobias Steiner, Florian Pavic und Johannes Fellner in der Wettkampfklasse III sensationell den Titel geholt, aber dass sie in der älteren Jahrgangklasse II - verstärkt durch Christoph Wurbs und Jens Stepputat - dieses Kunststück wiederholen würden, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Entsprechend selbstsicher gingen die Bezirks-Oberliga-Basketballer des Hofmiller-Gymnasiums Freising in die Eröffnungspartie gegen die ChG-Basketballer, die alle seit Jahren im TV Traunstein von ihren Trainern Valentin Rausch, Felix Gmeindl (U16) und Manfred Kösterke (U18) auf ein technisch und taktisch sehr hohes Niveau gebracht worden waren (Bezirksliga). Mit ausgezeichneter Defense bremsten die ChG-Basketballer sofort den Schwung der Domstädter,  während Niklas und Leslie immer wieder erfolgreich zum Korb zogen (12 zu 6). Nun versuchten die Freisinger mit extrem  körperbetontem Spiel ihr Glück, doch die strengen Schiedsrichter verhinderten diese Taktik mit vielen Foulpfiffen. Die 17 zu 11-Pausenführung ließ  Erinnerungen an den Vorjahreserfolg aufkommen und setzte  bei den Traunsteinern ungeahnte Kräfte frei. Florian Pavic, Christoph Wurbs und Lukas Schwankner scorten, während die Gegner ob des unerwarteten Spielverlaufs immer mehr verkrampften und alle sechs Freiwürfe in der zweiten Halbzweit neben den Ring setzten. Der Vorsprung schmolz zwar, doch am Ende hielt er: 22 zu 20 für die Außenseiter von der Traun!

Nachdem Freising das Team aus Dießen sicher mit 49 zu 29 bezwungen hatte, rechneten im zweiten Spiel nun alle mit einem ebenso deutlichen Erfolg der ChG-Basketballer. Aber 11 zu 5 führten die Sportler vom Ammersee bereits Mitte der ersten Halbzeit, bevor die Traunsteiner nach einer "Weck"-Auszeit von Betreuer Reinhold Gruber mit einem 30 zu 2-Lauf für klare Verhältnisse sorgten (davon Leslie van Dyck 17 Punkte). Tobias Steiner, Jakob Günter und Johannes Fellner brachten jetzt Entlastung für die Starting-Five des ChG und spielten den letztendlich  ungefährdeten 48 zu 26-Erfolg nach Hause.

Unbesiegt gingen die ChG’ler ins Finalspiel. In der Parallelgruppe hatte das Reuchlin-Gymnasium Ingolstadt die Gymnasien Erding (44- 32) und Geretsried (52-20) klar dominiert und dabei ihren besten Spielmacher, Jugend-Bundesligaspieler Robert Merz, noch kaum eingesetzt, so dass ihr zwei-Meter-Center als bester Scorer in den Spielberichtsbögen stand. Dieser dominierte dann auch mit den ersten fünf Punkten anfangs das Brett (5 zu 2), doch mit zunehmender Spieldauer engten Jens Stepputat und Christoph Wurbs seinen Aktionskreis immer stärker ein. Nun kam es noch darauf an, die Wirkung des Bundesligaspielers einzuschränken - Spezialauftrag für Niklas Joerger, den er  - unterstützt von Leslie v. Dyck -  in der ersten Halbzeit überragend meisterte: nur fünf Punkte erlaubte er Merz, während Niklas selbst mit elf Punkten glänzte. Es entwickelte sich ein Duell auf allerhöchsten Niveau und für das ChG-Team war es  besonders wichtig, dass Jens Stepputat mit Treffern nach Offensiv-Rebounds, Florian Pavic mit sicheren Halbdistanzwürfen und Lukas Schwankner mit Distanzwürfen Initiative ergriffen und sich gegen ihre Gegenspieler immer wieder durchsetzten. Den Schlussakkord einer glänzenden ersten Halbzeit lieferte Lukas mit einem bedrängten Buzzer-Beater im Fallen von der Dreier-Linie zur umjubelten 34 zu 29 Pausenführung! Und kaum hatten die Donaustädter in der zweiten Halbzeit wieder Hoffnung geschöpft (36-36), war es wieder Lukas, der mit zwei schnellen Dreiern die Hausherren zur Verzweiflung brachte (42-36). Diese reagierten nun mit kaum zu stoppenden Soloauftritten ihres Bundesligaspielers, der allein in den letzten sechs Minuten 13 Punkte einnetzte. Aber das war nicht genug gegen den Siegeswillen und die Ausgeglichenheit der Traunsteiner, die immer dann wieder vorlegten, wenn es besonders knapp wurde. 49 zu 49 stand es zwei Minuten vor Schluss und bezeichnenderweise waren es drei verschiedene ChG-Basketballer, die in den letzten 120 Sekunden scorten: Jens, Niklas und Leslie erhöhten auf 56 Punkte - Ingolstadt kam nur noch auf 53 Zähler.  Der Jubel darüber war bei den Traunsteinern ungewöhnlich leise - sie hatten einfach keine Kraft mehr dazu!  Punktverteilung im Endspiel: Niclas 13, Jens 12, Leslie 11, Lukas 10, Florian 9 und Christoph 1.

Am 17. Februar kommt es nun in den Turnhallen des Chiemgau-Gymnasiums zu einem besonderen Basketball-Leckerbissen. Zur Südbayerischen Meisterschaft empfängt das ChG-Team die Realschule Landshut, die Jungen aus der Basketball-Hochburg Neu-Ulm sowie den letztjährigen Bayerischen Meister, die Nymphenburger Schulen aus München mit ihren vier Jugend-Bundesliga-Spielern. Der Sieger des Turniers vertritt dann im Münchener Audi-Dom Südbayern beim Endspiel um die Bayerische Meisterschaft und um die Fahrkarte zum Bundesfinale in Berlin – wohl gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus Bamberg.

von links: Jens Stepputat, Leslie van Dyck (17), Christoph Wurbs, Lukas Schwankner (16), Florian Pavic, Jakob Günter (12), Niklas Joerger (18), Tobias Steiner (14) und Johannes Fellner (21
von links:
Jens Stepputat, Leslie van Dyck (17), Christoph Wurbs, Lukas Schwankner (16), Florian Pavic, Jakob Günter (12), Niklas Joerger (18), Tobias Steiner (14) und Johannes Fellner (21

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