Sozialkunde

Fachprofil
Lernort Staatsregierung
Europäisches Jugendparlament
Studienfahrt Berlin

Die Lebensbedingungen des Menschen werden in hohem Maße von komplexen politischen Strukturen bestimmt. Im Fach Sozialkunde sollen den Schülerinnen/ Schülern ein solides Grundwissen und die Fähigkeit zum Erkennen und selbstständigen Analysieren dieser Strukturen vermittelt werden. Von besonderer Bedeutung ist der hohe Aktualitätsbezug des Faches, der es den Schülerinnen/Schülern ermöglicht, sich intensiv mit  politischen Fragestellungen und Entscheidungen auseinanderzusetzen.

Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums ist jede Schülerin/ jeder Schüler verpflichtet, in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 das Fach Sozialkunde zu belegen. Der Schwerpunkt in Jahrgangsstufe 10 liegt dabei im Kennenlernen des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. In den Jahrgangsstufen 11 und 12 sind die Inhalte der beiden Fächer Geschichte (zweistündig) und Sozialkunde (einstündig) eng miteinander verknüpft, dabei wird ein Bogen von historischen Grundlagen bis hin zu tagesaktuellen Fragestellungen gespannt.

Lehrkräfte der Fachschaft Sozialkunde:

StR Bauregger, Robert (D, G, Sk)
OStR Dollinger, Josef (D, G, Sk)
StR Friedrich, Markus (E, L, G, Sk)
StDin Häußler, Emma M.A. (D, Sk, G)
StDin Lehrberger, Marga, Fachbetreuung (Sw, Sk, G, Geo, D, Eth) 
StD Schuch, Stefan (D, G, Sk)

Eingeführte Lehrmittel

Internationale Politik im Fokus 12, Schöningh Verlag (G8)Staatsformen der Gegenwart, C.C. Buchner Verlag (G9)Internationale Politik , C.C. Buchner Verlag (G9

Schwerpunkte

Es ist das besondere Anliegen der Fachschaft Sozialkunde, schulische Theorie und politische Praxis miteinander zu verbinden. Deshalb gehört es zur Tradition des Faches, Politik von ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten aus „anzugehen“.Als Beispiele seien genannt:

Lernort Staatsregierung

Der „Lernort Staatsregierung“, der zum Angebot der Landeszentrale für politischeBildungsarbeit gehört, zählt schon seit einigen Jahren zum festen Programm der Fachschaft Sozialkunde. In der 10. Jahrgangsstufe hat eine Auswahl von sozialkundlich sehr interessierten und sozial engagierten Schülerinnen/Schülern die Gelegenheit, ein Ministerium der Bayerischen Staatsregierung einen Tag lang näher kennen zu lernen.

Besuch bei Landrat oder Oberbürgermeister

Geplant sind in diesem Jahr auch wieder Besuche bei Landrat Hermann Steinmaßl bzw. bei Oberbürgermeister Manfred Kösterke zur Vorstellung der Aufgaben und Arbeitsweise beider Behörden.VortragDr. Helmuth Müller-EnbergsEin fester Bestandteil der letzten Jahre war jeweils auch ein Vortrag von Herrn Dr. Helmut Müller-Enbergs (Birthler-Behörde) zur Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit in der DDR. Die äußerst informative Darstellung hat auch in diesem Jahr noch nichts an Aktualität verloren, weshalb wir uns auf den – ganz sicher wieder spannenden – Vortrag Anfang Februar 2011 schon sehr freuen. 

Teilnahme an den Ausscheidungen zum Europäischen Jugendparlament (EYP)

Als besonderer Erfolg für die Fachschaft Sozialkunde ist auch das fast immer hervorragende Abschneiden der Teams des Chiemgau-Gymnasiums bei verschiedenen nationalen Sitzungen des Europäischen Jugendparlaments zu bezeichnen, was in der Regel zur weiteren Teilnahme an internationalen Sitzungen als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland geführt hat. Neben anderen wichtigen Aspekten haben insbesondere auch das überzeugende politische Grundwissen und das komplexe politische Verständnis der Schülerinnen/Schüler zu diesen eindrucksvollen Erfolgen beigetragen. Auch für dieses Schuljahr ist die Teilnahme angemeldet.

Studienfahrt nach Berlin mit sozialkundlich-geschichtlichem Schwerpunkt (Q 12)

Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Studienfahrt in die deutsche Hauptstadt ein. Dabei soll den Schülerinnen/Schülern insbesondere auch das „politische Berlin“ näher gebracht werden. Der Kontakt mit unserem Wahlkreisabgeordneten Dr. Peter Ramsauer im Rahmen einer Informationsveranstaltung ist ein fester Programmpunkt geworden. Daneben kommen aber auch Kunst und Kultur nicht zu kurz.

Planspiel "Der Marsch – Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU am Beispiel Migration"

Das Planspiel für Schülerinnen/Schüler der Q12 findet in Kooperation mit der Europäischen Akademie Bayern statt und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Die Schülerinen und Schüler erleben dabei die Wege der Entscheidungsfindung innerhalb der EU am eigenen Leib und erhalten tiefere Einblicke in die politischen Strukturen und Entscheidungsprozesse.

 Planspiel „Der Landtag sind wir“ des CAP der LMU München

Im Januar werden  Schülerinnen/Schüler der 10. Jahrgangsstufe im Rahmen des Planspiels „Der Landtag sind wir“ die Gelegenheit haben, unter verschiedenen Gesichtspunkten Politik zu gestalten. Am Ende des Tages steht die Landtagsabgeordnete Maria Noichl im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zur Verfügung, um alle „Unklarheiten“ des politischen Alltags aus der Praxis zu erklären.

Der „Lernort Staatsregierung“, der zum Angebot der Landeszentrale für politischeBildungsarbeit gehört, zählt schon seit einigen Jahren zum festen Programm der Fachschaft Sozialkunde. In der 10. Jahrgangsstufe hat eine Auswahl von sozialkundlich sehr interessierten und sozial engagierten Schülerinnen/Schülern die Gelegenheit, ein Ministerium der Bayerischen Staatsregierung einen Tag lang näher kennen zu lernen.

Lernort Staatsregierung 2017

Heimat, Politik und eine Burg

Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Chiemgau-Gymnasiums besuchen im Rahmen des „Lernorts Staatsregierung“das Heimatministerium in Nürnberg.

 Warum gibt es in Bayern ein Heimatministerium? Eine berechtigte Frage, schließlich hat kein anderes Bundesland ein solches Ministerium. In dieses Ministerium, das offiziell „Staatsministerium der Finanzen und Landesentwicklung und Heimat“ heißt, von Minister Söder geleitet wird und in Nürnberg beheimatet ist, gewannen wir beim „Lernort Staatsregierung“ sehr interessante und vielfältige Einblicke.

Begrüßt wurden wir von OStRin Sabine Lauterbach, Mitarbeiterin an der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, und Regierungsdirektor Andreas Koch, Mitarbeiter am Heimatministerium. Beide organisierten für uns einen perfekten Tag und überzeugten uns aufgrund ihrer hohen fachlichen Kompetenzen und ihres persönliches Engagements, auf unsere Fragen einzugehen und uns für Politik zu interessieren. Frau Lauterbach stellte zuerst die jeweiligen Ministerien und ihre Fachbereiche vor. Zu den Hauptaufgaben Heimatministeriums gehört, so Herr Koch, sich mit Fragen und Problemen zu beschäftigen, die unsere Heimat betreffen. Dazu zählt zum Beispiel die heiß diskutierte Frage, ob ein schnelles Internet ein Grundrecht für jeden Bürger darstellt. Eine angeregte Diskussion entstand über den demographischen Wandel, der eine zentrale Zukunftsaufgabe und eine große politische Herausforderung für alle Bereiche der Gesellschaft darstellt. Herr Koch konnte uns sehr anschaulich vermitteln, welche Maßnahmen die Landesregierung treffen muss, um gegen die starke Abwanderung, besonders in den nördlichen Gebieten Bayerns vorzugehen. Herr Koch erläuterte uns die fünf Säulen der Heimatstrategie. Dazu zählen beispielsweise die Digitalisierung, die Landesentwicklung und die Kommunalfinanzen. Da Finanzen eine wichtige Rolle spielen, gehörte ein Vortrag über die Verteilung von Steuergeldern und über die wirtschaftliche Beteiligung des Freistaates zu den Grundinformationen dieses Tages. Eine Gruppenarbeit zeigte dann ein für uns doch überraschendes Ergebnis auf. Die Präsenz des Heimatministeriums in den Medien ist deutlich höher, als wir uns das gedacht hatten. Den Abschluss dieses spannenden und politisch sehr interessanten Vormittags bildete ein Rundgang durch das Gebäude und vor allem ein Besuch im Arbeitszimmer des Ministers.

Jedoch stand der Tag nicht nur im Zeichen der Politik, sondern auch im Zeichen des kulturellen Erbes, da die Schlösser- und Seenverwaltung auch ein Aufgabengebiet des Heimatministeriums ist. Der Besuch auf der Kaiserburg bot uns zuerst einen atemberaubenden Blick über die Altstadt von Nürnberg. Als besonderen Höhepunkt der amüsanten und interessanten Führung erhielten wir einen exklusiven Zutritt in den streng gehüteten Maria-Sibylla-Garten, der unmittelbar neben dem Heidenturm liegt und an die bedeutende Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla erinnern soll.

Am Ende dieses eindrucksvollen Tages konnten wir dann ohne Probleme die Frage, warum es ein Heimatministerium gibt, für uns beantworten: Dieses Ministerium ist dazu da, unsere wunderschöne Heimat auch weiterhin zu erhalten, aber auch in einer sich wandelnden Zeit Lösungen für neu entstehende Probleme zu finden.

Sophia Maria Huber, 10e; Vinzenz Klauser, 10e

Im Heimatministerium
Im Heimatministerium

Berlinfahrt 2017 - Impressionen

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